Sport und Religion – Tauziehen mit Keren Vogler und Thorsten Latzel
Shownotes
Sport ist mehr als Bewegung: Es geht um Werte, Leidenschaft, Zusammenhalt, Rituale und große Emotionen. Aber was hat das mit Religion zu tun? Dem gehen Nico und Nina diesen Herbst auf die Spur.
In dieser Folge spricht Nico mit Keren Vogler und Thorsten Latzel. Keren Vogler bringt ihre Perspektive als Jüdin ein, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Sport in Deutschland engagiert: im Präsidium von Makkabi Deutschland und ganz aktuell als 2. Vorsitzende der dsj (die Wahl fand nach der Aufnahme statt). Thorsten Latzel hat ebenfalls eine enge Beziehung zum Sport. Er ist Präses der evangelischen Kirche im Rheinland (was genau das ist, erklärt er uns in der Folge) und Sportbeauftragter der evangelischen Kirche in Deutschland.
Mit den beiden entspinnt sich ein intensives Gespräch zu ihrem Glauben, ihrem Verhältnis zum Sport und den großen Fragen, die unsere Gesellschaft derzeit beschäftigen.
Hört rein und lasst uns gerne Ideen und Anregungen da.
Links:
- Sportbeauftragter des Rates der EKD, Thorsten Latzel
- Sportethischer Fachtag der EKD
- MAKKABI Deutschland Jugend Jugend - Makkabi Deutschland e.V.
Transkript anzeigen
00:00:04: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Tauzin, der Podcast zur Politik und Sport.
00:00:16: Heute bin ich hier und zwar ohne Nina.
00:00:18: Nina ist nämlich im Urlaub also schöne Grüße.
00:00:22: die fährt nämlich mit ihr ein bisschen über dem Balkan.
00:00:24: so hat glaube ich eine ganz große Abenteuerreise vor und hinter sich.
00:00:29: aber ich habe Gäste da Und zwar reden wir über das Thema Sport und Religion.
00:00:34: Meine Gäste sind einmal Karen Vogler aus dem Präsidium von Maccabi Deutschland, und dort zuständig für das Thema Jugendarbeit.
00:00:41: Thorsten Latzel präsest der evangelischen Kirche im Rheinland und er ist außerdem Sportbeauftragter des Rates der EKD.
00:00:47: Also zwei Menschen mit ganz viel Expertise zum Thema Sport, zum Thema Glauben und zum Thema Religion Und ich bin total gespannt, was wir in unserem gemeinsamen Gespräch alles herausarbeiten werden.
00:01:00: Wir sind ja quasi in einer Serie befindlich denn wir haben Nina und Ich eine Aufnahme gemacht wo wir das Thema Sport und Religion und unsere Gedanken dazu eingeführt haben.
00:01:11: Seitdem ich mich damit beschäftige fällt mir immer mehr auf wie eng diese Themen in Sprache und auch in Symbolik verknüpft sind.
00:01:19: also letztens habe ich so in meinen Nachrichten-Apps rumgescrollt und dann ploppte ein Artikel auf von der Frankfurter Rundschau mit dem Titel Heilsbringer und Götterdämmerung.
00:01:33: Und da ging es um Jürgen Klopp und seinen Einstieg als Bundestrainer, und ich dachte diese Bilder sind natürlich sehr hochreligiöse Bilder quasi diese Situation eingeführt wird.
00:01:46: Und während ich so über dieses Thema nachdenke und mich damit beschäftige, merke ich auch es gibt bei beiden und vor allen Dingen bei den Institutionen die jetzt hier auch vorhanden sind in diesem Podcast eine starke Ähnlichkeit auch im Wertehintergrund und vor allem auch was für unser Thema Sport und Politik ja total spannend ist Auch ein Einsatz für das Thema Demokratie in Deutschland gegen extremistische Bestrebungen und auch für das thema Erinnerung Also alles Themen, die wir hier im Podcast schon behandelt haben und darüber kommen wir sicherlich auch noch ins Gespräch.
00:02:21: Ich habe aber auch gedacht es gibt sicherlich diese Situation dass die beiden Felder also Sport- und Religion das Versuche gibt diese zu instrumentalisieren für machtpolitische Zwecke Und beide Felder haben aber auch unheimlich viel Macht in unserer Gesellschaft.
00:02:38: Allein durch ihre Wucht und die vielen Menschen, die sich der Religion und auch dem Sport zu schreiben.
00:02:47: Ich
00:02:48: erlebe auch – das hatten wir auch in der Folge besprochen – dass der Sport genutzt wird um gewisse Glaubenskonzepte vielleicht zu transportieren und aber auch dass der Glauben für viele SportlerInnen eine große Rolle in ihrem Leben spielt.
00:03:03: Vielleicht das noch, eine Frage die wir vielleicht auch beantworten oder bearbeiten können.
00:03:07: Ist so ein bisschen die Frage kämpfen denn diese beiden wichtigen Player in der Gesellschaft auch um ihre Jünger?
00:03:16: Also gibt es sozusagen einen Konkurrenzverhältnis zwischen Sport und Religion weil Menschen auch den Sport vielleicht noch stärker als Ort der Identitätsstiftung und Vergemeinschaftung sehen.
00:03:27: also sehr große Fragen und sehr spannende Fragen.
00:03:30: umso toller finde ich, dass heute zwei Personen da sind die mit mir darüber sprechen werden.
00:03:35: Und damit ihr jetzt auch wisst wer das ist würde ich direkt einsteigen und Kerin dich mal bitten wer bist du eigentlich?
00:03:43: welche Rolle bekleidest du im Sport?
00:03:46: Was ist vielleicht dein persönlicher Bezug zum Thema Religion und Glauben?
00:03:49: Vielen, vielen Dank.
00:03:50: Erst mal nochmal für die Einladung.
00:03:52: es ist total schön hier zu sein.
00:03:54: ich bin wirklich begeistert von eurem Podcast und eine begeisterte Zuhörerin genau Ich finde Karen Vogler und ich bin seit vielen, vielen Jahren im organisierten Sport unterwegs Haupt wie auch Ehrenamtlich Und bei Makabi Deutschland dem jüdischen Sportverband Bin ich aktuell im Präsidium für Jugend, Safe Sport und Teilhabe verantwortlich.
00:04:15: Mein Schwerpunkt ist dabei natürlich weniger auf theologischen Fragen, sondern sehr stark darauf... fokussiert, wie wir Sport gestalten.
00:04:23: Wie wir Räume schaffen in denen Menschen sich sicher fühlen dazu gehören und teilhaben können?
00:04:28: Und wie gehen wir eigentlich mit unterschiedlichen Identitäten um Religion und Lebensrealitäten und welche gesellschaftliche Verantwortung hat der Sport?
00:04:38: Und genau deswegen finde ich unser Thema heute so besonders spannend denn Sport und Religion wirken auf den ersten Blick vielleicht die zwei unterschiedliche Welten.
00:04:47: wenn man aber genauer hinschaut gibt es erstaunlich viele Berührungspunkte.
00:04:53: Und ich kann ja gleich noch weiter ausführen, der Sport begleitet mich schon sehr lange und mein Engagement bei Maccabi hat eigentlich ganz praktisch angefangen.
00:05:04: Es wurde jemand gesucht, betreut.
00:05:09: Und da ist ja Tennis Affin, wenn ich selber Tennis spiele habe ich das einfach gemacht und hatte da super viel Spaß und hab dann irgendwann die Tennis Abteilung geleitet bei Maccabi Deutschland und je mehr man sich so beschäftigt mit den Strukturen auch vor allem des organisierten Sportes hat man auch die Idee davon welchen gesellschaftlichen Einflusssport hat.
00:05:30: und so wuchs einfach bei mir das Engagement immer mehr für die gesellschaftliche Themen und die Verantwortung.
00:05:37: Und mich fasziniert absolut, was Sport mit Menschen machen kann.
00:05:42: Vielen Dank für die Einleitung!
00:05:45: Thorsten Latzel ich bin gespannt, was du uns sagst das deine Verknüpfung zum Sport ist.
00:05:50: und genau erzähl doch mal
00:05:53: Ja, das war auch von mir.
00:05:54: Ganz herzlichen Dank für die Einladung.
00:05:55: Ich freue mich sehr auf den Austern heute hier.
00:05:57: Bin schon ganz gespannt bei den vielen Fragen Nico, die du aufgerissen hast.
00:06:01: also die nächsten fünf Stunden sollten wir gut füllen können.
00:06:04: Vielen Dank mir geht es eh nicht wie bei dir auch Religion und Sport, Glaube und Sport.
00:06:09: Das sind zwei wichtige Sachen in meinem eigenen Leben, die auch immer eng zusammengehören.
00:06:14: Ich bin im CFL M groß geworden.
00:06:16: Da gehörten Andachten genauso wie Indiakerspielen.
00:06:19: Immer beides dazu.
00:06:20: Wir hatten früher eine Straßenfußball-Mannschaft den ersten FC Eichelkampen.
00:06:25: da konnte ich als kleiner Stöpkes mit dem großen Jungs drinnen spielen.
00:06:29: Eine andere Straßemantschaft das war unser Gegner immer.
00:06:33: Wir haben immer verloren aber spielte keine Rolle.
00:06:36: die wir uns geliefert haben.
00:06:38: und Religion, Glaube und Sport.
00:06:41: Da geht es um Haltungsfragen, da geht es darum Fragen von Fairness, von Teamgeist, von Werte auch.
00:06:49: Wir haben zum Beispiel früher bei den Fußballspielen nie einen Schiedsrichter gebraucht also man zeigte vollen Einsatz Aber trotzdem gab es Faults, die macht man einfach nicht.
00:06:58: Dass man sagt, man verletzt einander nicht und klar war da durfte jeder mitspielen egal wer du bist wie du aussiehst.
00:07:06: Das ist für uns auch als Religion das Glaubensgemeinschaft wichtig dem Menschen immer zu sehen Die Menschen würde die Gott Ebenbildlichkeit von jedem Menschen zu sehen.
00:07:15: Als Preises bin ich Sportliche Sprache ausgedrückt, sowas wie der Mannschaftskapitän von unserer weihnischen Mannschaft.
00:07:21: Wir haben eine große Mannschaft über zwei Millionen Mitglieder bei uns in der Landeskirche und ich darf die Synode gemeinsam mit anderen zusammen leiten.
00:07:29: das machen wir bewusst aber auch als Teamleitung, als Mannschaft, die wir haben.
00:07:34: Ich bin Sportbeauftragter des Rates der EKD Und da fliegen wir eben bewusst den Kontakt zu den Sportverbänden fahren mit Seelsorgern zu großen sportlichen Ereignissen, Olympischen Spielen, Paralympics.
00:07:49: Machen sportethische Veranstaltungen.
00:07:51: Nicodaster schon formuliert ja auch es gibt große Berührungspunkte die wir haben.
00:07:56: Ich sage immer so etwa im ländlichen Raum Wir sind die Kräfte die da auf das soziale Zusammenhalt einfach nochmal stärken Das sind häufig Fußballvereine gerade noch mal Feuerwehr Und wo wir als Kirchen sind und dafür sorgen, dass die Haltung stimmt.
00:08:13: Die ethische Orientierung Wir machen das in unterschiedlicher Weise auch, dass mal wichtig den Unterschied von Sport und Glaube zu sehen Dass man sagt, wir machen Training für die Seele Der Sport macht Training für den Körper Aber beides ist wichtig.
00:08:27: Ja, danke.
00:08:28: Das sind wir ja schon total eingestiegen!
00:08:29: Ich bin ja trotzdem so ein Biografiemensch und finde es schon noch mal spannend zu wissen vielleicht gab's eine Anekdote oder eine Situation wo sie sehr stark diese Verbindung gespürt hast zwischen Sport und Religion?
00:08:47: Vielleicht hast du da was, was du gerne teilen magst.
00:08:49: Eine schöne Anekdotere.
00:08:50: als ich war früher im CVM wirklich stark engagiert habe Jugendgruppen geleitet, bin viel auf Freizeiten mitgefahren.
00:08:58: Das war für mich auch prägend.
00:08:59: Ich bin Arbeiterkind, das war eine Möglichkeit zum Reisen und wir haben da später eine Schworterarbeit aufgemacht und es war beeindruckend in einer kleinen Stadt Bad Larswiln-Wittgenstein.
00:09:11: Da hatten wir dann schlagartig achtzig junge Leute dann da gehabt und dazu gehört es daneben Aufwärmen, Training einspielen, dann eine Andacht halten für die großen alten Hoffnungsgeschichten miteinander zu teilen, zu sagen worauf es ankommt im Leben und was mir selber wichtig ist.
00:09:29: Und dann ging's mit dem Spiel weiter und das fand ich immer beeindruckend.
00:09:32: auch diese Kombination also von sportlicher Leidenschaft und zugleich immer aufeinander zu achten und zu merken Es geht um mehr und es geht um Fair Play im ganzen Leben ordentlich miteinander umzugehen Das auch mein Sportliches Gegenüber, mit dem ich im Wettstreit dann drin bin.
00:09:53: Niemand ist ein Feind von mir ist sondern immer jemand ist wo ich sage fair miteinander zu spielen.
00:09:58: und das eine ist dass man um Punkte kämpft aber sich später gratuliert miteinander freuen kann.
00:10:03: und ich glaube das ist etwas was wir gerade in der Gesellschaft im Augenblick viel mehr brauchen ein Fairplay im Umgang miteinander, Integration zu schaffen und auch wirklich miteinander reden können.
00:10:15: Und ich glaube dafür bietet Sport tatsächlich eine Möglichkeit weil man eine gemeinsame Sprache andere Arte miteinander spricht.
00:10:23: Weil man miteinander schwitzt erstmal und genau Leidenschaft miteinander teilt Emotionen um die es da geht.
00:10:30: aber ich finde das hat Jürgen Klopp als Nationaltrainer, den wir haben, lebt das ja auch meiner guten Weise vor.
00:10:36: Das finde ich mal beeindruckend.
00:10:37: Jürgen Klopp sagt immer ganz schön es gibt keinen Fußballgott.
00:10:41: Es gibt nur einen Gott der die Menschen liebt und weil er die Menschen libt hat er auch ein Herz für Sport, weil das uns wichtig ist also auch.
00:10:47: Und ich finde diese Differenzierung nochmal wichtig dass man den Sport nicht überhöhlen sollte aber er hat viele Brücken die wichtig sind für die Gesellschaft und auch zu gerade zu uns als Glauber, als Religionsgemeinschaft.
00:11:01: Ja, sehr schön.
00:11:01: Du hast ja gerade quasi den Link zum wertebasierten Sport gemacht, den wir auch oft hier besprechen an diesem Podcast Wenn man sich überlegt was heißt Fair Play denn in der Tiefe wenn wir darüber in den Austausch gehen?
00:11:12: Was verstehen wir darunter?
00:11:13: wie können wir es wirklich nach außen leben Wie können wir's nach innen unserem Team Leben und was heißt das eben für eine Gesellschaft?
00:11:20: Karen hast du eine ähnliche Anekdote Geschichte für uns mitgebracht?
00:11:28: Also ich habe erstmal also Ganz großartig Torsten.
00:11:32: Ich finde es so schön, wie du es gerade beschrieben hast und weil Du ja grade auf CVJM benannt hast also CVJm Maccabi Deutschland sowie auch der DRK Sportverband wo ihr noch mit Michael Leindecker das Gespräch haben werdet Der katholische Sport Verband wir sind gehören alle zu den Verbänden mit besonderen Aufgaben im Deutsche Olympischen Sportbund und in der deutschen Sportjugend Und da gibt es eben so viele Brücken die wir da einfach schon ermöglicht haben.
00:11:55: und ich glaube diese Begegnung dieses Miteinander und eben die Werte wie alle leben, die verbinden uns.
00:12:02: Und dieses Verbindenelement ist einfach so wirklich sehr besonders und... Ich überlege es gibt also erstmal und Thorsten du hast ja gerade von fünf Stunden gesprochen wir haben ja leider nicht diese fünf Stunden.
00:12:17: deswegen überleg ich grade was so die wichtigsten Botschaften sind, die wir hier mit einbringen können.
00:12:27: Fühle ist, also wir bei Maccabi Deutschland.
00:12:31: Wir haben im Zweiundvierzig Ortsvereine in Deutschland die eben offen sind für jede und jeden.
00:12:37: Da geht es wirklich darum einfach sich zu begegnen und einfach den Sport im Fokus zu haben wo einfach über alle Grenzen alle ganz herzlich willkommen sind.
00:12:47: aber beim Maccabee hat man den David Stern auf den Trikots Also man ist sichtbar jüdisch oder solidarisiert sich mit jüdischen Leben in Deutschland, macht das eben transparent.
00:13:01: Und da haben wir sehr, sehr unterschiedliche Formen.
00:13:06: Wir haben Menschen die kommen und sagen ich bin zwar nicht mal bei Maccabi weil ich gar keinen Sport mache aber ich will unbedingt dieses Trikot tragen um einfach ein Zeichen zu setzen um eine Selbstverständlichkeit klarzumachen dass wir eben in Deutschland so offen damit umgehen können und andere kommen uns sagen wir möchten nicht mehr bei maccabi sein weil wir uns gar nicht jüdisch lesen lassen wollen aufgrund der Anfeindungen die derzeit vorherrschen.
00:13:29: Und wo hast du eben dieses Beides?
00:13:30: Und beides ist auch völlig in Ordnung.
00:13:33: Da gab es bei uns, wir stellen die deutsch-jüdische Delegation für die Makabi World Games, die in Israel stattfindet traditionell alle vier Jahre.
00:13:42: und jetzt hatten wir auch mal so ein Fall das zum Beispiel einen Sportler, einen sehr, sehr talentierter Fußballer, Kader Athlet sagte also ich werde nicht zur Makabi Jahr mitkommen weil Ich weiß nicht genau, wie ich mit der Situation umgehen soll.
00:13:59: Aber eins verspreche ich Kerin!
00:14:01: Wenn ich es schaffe in die Nationalmannschaft und wenn ich dann Torschieße für Deutschland, dann werde ich sagen dass ich jüdisch bin weil dann ist das allen egal.
00:14:10: Dann bin ich erstmal der der hier Deutschland vorangebracht hat.
00:14:14: Und das ist es, diese Selbstverständlichkeit, dass im Sport erstmal die Leistung zählt.
00:14:19: Dass man miteinander feiert und dieses Miteinander so zelebriert, dass es vollkommen egal ist wer woher kommt und denkt oder fühlt.
00:14:32: Das schafft eben diese Kraft des Sportes, die ist so einzigartig.
00:14:37: deswegen Bin ich so engagiert im Sport und liebe es so sehr, weil es ein ganz anderes Gefühl ist.
00:14:45: Und man Werte so gut und einfach vermitteln kann!
00:14:50: Das fühlt sich einfach ganz großartig an.
00:14:52: Deswegen bin ich auch so glücklich dass wir uns bewerben um die olympischen paralympischen Spiele, weil wir genau dann jetzt auf diesen Weg machen das Wir-Gefühl wieder zu erlangen und zu stärken vor allem.
00:15:11: Und wir haben ja auch viel über dieses Wirkgefühl, auch schon immer mal wieder gesprochen, auch über das Thema von Diskriminierungserfahrungen im Sport, auch bezogen auf Athletin, Spitzensportlerinnen die immer ähnliches Berichten du hast jetzt quasi aus einer anderen Perspektive beleuchtet, also quasi die Person traut sich zu outen in Anführungsstrichen zu seinem Glaubenzustehen.
00:15:35: Wenn die Leistung stimmt und gleichzeitig haben wir auch an vielen Stellen oft gehört und auch miterlebt dass wenn die Leistungen nicht mehr stimmen das dann sofort auf Unterschiede ja auf Gröbste gepickt wird Menschen ... esinkularisiert werden und beleidigt werden.
00:15:54: Und auch gerade in den sozialen Medien, aber auch... ...in anderen Bereichen eben als nicht zugehörig beschrieben werden.
00:16:01: Ich glaube da hast du das Spannungsfeld aufgemacht, indem wir uns als Sport auch bewegen mit dieser Chance, mit dieser Kraft,... ...und gleichzeitig eben auch die Dinge, die nicht so gut funktionieren... ...und an denen wir arbeiten.
00:16:12: Ja spannende Einblicke, die ihr jetzt schon bietet!
00:16:16: Ich bin ein bisschen noch tausend, was das eingeführt.
00:16:19: was ein Präses ist.
00:16:20: Ich meine natürlich erst mal kurz auf der Suche, wie beschreibe ich das?
00:16:25: Aber vielleicht kannst du uns nochmal einen Einblick gewähren, insbesondere in deiner Arbeit als Sportbeauftragter der EKD, wie das aussieht, welche Funktionen du da übernimmst und wie ihr dann als Kirche auch Sport- und Religion zusammendenkt.
00:16:41: Janem, vielleicht aber noch Geren, vielen Dank für deine Schilderung!
00:16:46: Einfach jüdisches Leben selbstverständlich bei uns ist.
00:16:49: Und überhaupt, dass wir das mittlerweile... Gefühle tatsächlich nach auf einmal eine Diskussion ist wie sichtbar kann jüdisches Leben sein?
00:16:57: Das ist ne Katastrophe muss ich immer sagen müssen.
00:17:00: Dass es realität ist, dass jede jüdische Einrichtung in Deutschland unter Polizeischutz steht auch das ist ja einfach eine Wirklichkeit und finde gerade auch Sport kann da etwas leisten.
00:17:12: Und Nico, wie du gesagt hast, es muss eben wichtig sein jüdische Mitspieler, jüdischen Mitspielerin auch wenn sie kleine Leistungen bringt und sowas natürlich selbstverständlich dazu gehört.
00:17:23: Also das ist das was wir brauchen und ich finde deswegen die Arbeit von Makabi ganz wichtig genau eine Sichtbarkeit zu schaffen und bin dankbar für alle die das machen.
00:17:34: und ich kann es auch verstehen.
00:17:35: Wenn Menschen sagen wollen Achtung Ich habe Sorge wenn ich mich jetzt im Augenblick identifizierbar damit mache.
00:17:41: also ich kann beides verstehen Und freue mich unbedingt immer, wo wir das auch mal stärken können.
00:17:46: Wir haben das ja auch bei der Zusammenarbeit mit Arlo und Meier an anderen Stellen gemacht.
00:17:52: Also vielen Dank für eure tolle Arbeit hier leistet ihr erstmal.
00:17:54: Was macht ein Preis ist?
00:17:57: Ich reise viel darum.
00:17:58: Wir sind in großer Landeskirche vom Saarland unten bis zu holländischen Grenzen.
00:18:02: Haben da auch viel Kontakt zur Politik.
00:18:04: Führe superintendent hinein die liken uns die Kirchenkreise, mache Gottesdienste, versuche da insgesamt im Dialog mit Gesellschaft zu sein.
00:18:14: Für Gremienarbeit gehört dazu als Sportbeauftragter.
00:18:17: speziell heißt das, dass wir haben einmal ein sportethisches Forum Da sind Sportwissenschaftler, Theologinnen und Sportverbände engagierte Menschen drinne.
00:18:30: Und da tauschen wir uns aus zu Themen von Dopingen, von Gewalterfahrung, von Integration, vom ganzen Spektrum, von Sport in Zeiten, von Krieg und Frieden – was heißt das eigentlich?
00:18:42: Wir fragen auch von Instrumentalisierung.
00:18:44: von Sport ist ja auch ein Thema, dass man sagt wie kann man dazu beitragen, dass der Sport Sport sein kann.
00:18:51: Der lebt ja gerade auch von einer Zweckfreiheit, von der eigenen Schönheit.
00:18:54: Wir machen Veranstaltungen dazu wir sind wie gesagt bei den Olympischen Spielen, Paralympischen Spiele präsent.
00:19:00: Auch das muss man sagen, Sportlerinnen stehen häufig unter einem unwahrscheinlichen Leistungsdruck und es ist nicht einfach sowohl mit den Siegen umzugehen, dass man auf einmal merkt was kommt eigentlich danach als auch mit Niederlagen.
00:19:14: Was sagtest du über den eigenen Wert aus?
00:19:16: Was trägt mich im Leben?
00:19:18: Wir sind ja gerade häufig junge Spitzensportlerinnen, die wir haben.
00:19:22: Die großen Teil ihres Lebens auf dem Sportplatz in der Trainingshalle zugebracht haben und da auch eine Begleitung zu schaffen.
00:19:31: Wir begleiten, wir machen geistliche Angebote, Gottesdienst beim DFB-Pokal Endspiel mit sportfunktionären Mitschiedsrichtern – das sind ganz tolle Gottesdienste, die im Berlin haben weil Menschen aus verschiedensten Perspektiven zusammenbringen.
00:19:47: Also von den Fanclubs der beiden Vereine, die wir dann haben mit den Schiedsrichtern, mit den Sicherheitspersonal, mit dem DFB.
00:19:56: und das zeigt nochmal so die unterschiedlichen Zugänge, die man haben kann Und dass es bei aller Leidenschaft im Stadion ist trotzdem keine Feindschaft entstehen darf.
00:20:06: Das finde ich wichtig wirklich menschlich miteinander umgeht, dass man keine Schmägesänge auf die anderen hat.
00:20:13: Also bei aller Leidenschaft also muss man einfach schauen, dass das im Rahmen bleibt.
00:20:19: und ich sage mal zu einer reifen Schönheit gehört immer, dass sich die eigene Schönheit wertzuschätzen weiß aber auch die des Anderen und das ist etwas Wichtiges gerade.
00:20:28: Also diesen Fairplay-Gesichtspunkt.
00:20:30: Wichtig finde ich aber auch, dass es nicht so Sonntagsreden werden darf.
00:20:33: Also manchmal hat man ja immer so die Plakatieren das immer gerne Und da ist auch gut mal kritisch, nochmal hinzuschauen.
00:20:42: Wie sieht denn wirklich die Wirklichkeit davon aus?
00:20:44: Was heißt das tatsächlich für jemanden der jüdisch ist?
00:20:48: Wie stark kann er das als Spitzensport darin eigentlich sich damit outen?
00:20:52: Also is es ein Outing?
00:20:54: Was heisst das für Vika-Phomosexualität?
00:20:58: Man kann angesichts der Statistik, die wir haben niemand sagen dass wir im Spitzesport bei jungen Männern im Fußball keine homosexuellen Spiele haben, aber das ist problematisch auch damit zu outen.
00:21:14: Das sind Fragen wo wir sagen wir tragen immer Integration und Fairness um Vielfalt nach außen Und auch bei sportlichem Großveranstaltung von den Sportverbänden dass wir das wirklich nicht als leere Worthülsel haben sondern wie lösen wir das tatsächlich ein?
00:21:29: Die Menschen achten mehr darauf was wir tun als das was wir sagen Handeln zu anderen Menschen Orientierung durchfinden.
00:21:39: Super, also ein richtiges Finger in die Wunden legen.
00:21:42: nochmal zum Schluss aber eine wichtige ist das wir ja auch gerne immer wieder tun weil es glaube ich sinnvoller ist uns ehrlich zu machen und zu überlegen wo daran erkennt man dass wir die Werte die wir nach außen tragen die Wirkung des Sports die wir noch außen propagieren noch nicht erreicht haben sondern wo wir Stellschrauben haben, wo wir arbeiten müssen.
00:22:04: Wo wir Menschen eben die Zugänge auch erleichtern.
00:22:07: und habe ich jetzt rausgehört dass über den Glauben, über die Arbeit in der EKD auch die Möglichkeit besteht Menschen darin zu stärken.
00:22:15: Zu sich, zu ihre Editetät beispielsweise zu stehen.
00:22:18: das ist ja sehr spannend, dass sie diesen Aspekt mit aufnehmen, denn hätten vielleicht viele von dem vom ersten Anlauf her nicht mitgenommen und nicht gedacht, dass das auch ihr Thema ist.
00:22:29: Aber Karen sagt mal gibt es denn... Du vertrittst jetzt Makabi Deutschland?
00:22:33: Das sind Sportverband aber es gibt ja auch weitere Organisationsformen des jüdischen Glaubens.
00:22:39: Gibt es dann eine vergleichbare Rolle?
00:22:42: hast du kennst du da etwas oder wie würdet ihr das bei Makabi umsetzen sozusagen?
00:22:46: Das ist jetzt schwer, direkt darauf einzugehen.
00:22:49: Weil ich würde doch ganz gerne nochmal ganz klatschen nehmen auf Thorsten!
00:22:54: Also ich hab dir so gespannt gerade zugehört weil mein ganz großes Thema ist ja auch die Mehrfachdiskriminierung und da zahlt einfach alles darauf ein dass man den Menschen unbedingt als Menschen sehen muss weil einem Menschen nicht ansehen kann ob er zum Beispiel jüdisch aber auch quirr ist und eine geistige Beeinträchtigung hat.
00:23:12: das kann natürlich in einem Menschen alles stecken und deswegen geht es überhaupt nicht, dass man Menschen ins Schubladen steckt.
00:23:18: Und deswegen ist glaube ich das ganz große Ziel von uns allen einfach mal... Man kennt ja auch diesen Spruch wenn wir nicht mehr über Inklusion sprechen dann haben wir's geschafft, da ist noch ein langer Weg.
00:23:27: aber ich denke das total wichtig ist den Menschen endlich als Menschen zu sehen und nicht als erstes nach der Identität zu suchen oder nach Triggerpunkten zu suchen weil auch da jeder Mensch unterschiedliches und jede Biografie absolut einzigartig ist, was uns ja so besonders macht diese einzige Artigkeit.
00:23:46: Und wir glaube ich gemeinsam so stark sein können aber eben auch wirklich nur wenn man als wir denkt!
00:23:54: Und jetzt auf deine Frage Nico... Ich habe die Frage, ich fand ihr selber total interessant und hab sie direkt mal mitgenommen weil wie du selber sagst bin ich bei Makavi.
00:24:03: Deutschland gibt es beim Zentralrat der Juden aktuell keine vergleichbare Funktion, speziell für den Sport.
00:24:10: Also zum Beispiel kein Rabiner, der offiziell für Sport zuständig ist.
00:24:14: Es gibt beispielsweise die jüdische Militär Seelsorge mit einem militär-Bundesrabiner.
00:24:20: Aber es gibt viele Berührungspunkte zwischen jüdischem Leben und Sport und ein Rabiner ,der selbst sehr sportlich ist und diese Verbindung ganz selbstverständlich herstellt.
00:24:31: Er zum Beispiel, Rabina Jonasivas hat gemeinsam mit anderen unseren Triathlon-Lehrgang auf Mallorca mitorganisiert.
00:24:38: Und das ist eigentlich kalt schön weil man daran sieht dass Religion und Sport in der Praxis längst zusammenkommen kann ohne dass es unbedingt eine offizielle Funktion geben muss.
00:24:49: Trotzdem finde ich die Sprage so spannend dass sich sie tatsächlich mal weitergegeben habe.
00:24:53: Mal schauen!
00:24:54: Okay, d.h.
00:24:55: wäre vielleicht eine zukünftige Rolle die geschaffen werden könnte sogar Aber die Verbindungen sind offensichtlich, das ist ja klar.
00:25:05: Sag mal bis jetzt vertrittst Maccabi gibt es denn und du kennst ja auch ganz viele andere Sportverbände aus dem Innenleben?
00:25:12: gibt es dann für dich Unterschiede zu Sportverbänden die nicht konfessionell geprägt sind.
00:25:18: oder was wären sozusagen die auffälligsten Unterschiede für dich?
00:25:21: Wie ich ja schon gesagt habe sind Maccaby Ortsvereine absolut offen.
00:25:28: Also du bist ja immer auch Ally für andere.
00:25:31: Ich persönlich interessiere mich total für andere Religionen, für die Bedürfnisse so wie ich weiß dass zum Beispiel Menschen die die Orthodox leben im Judentum brauchen kosches Essen.
00:25:44: sie können nicht an Schabbat reisen.
00:25:46: dann denke ich das mit.
00:25:47: und wenn ich zb Lehrgänge plane dann plane ich sie so dass sich zumindest die Barrieren abbauen kann für Menschen, die auf diese Bedürfnisse achten wollen und müssen.
00:25:58: Und organisierende Anreisentag vorher.
00:26:01: Organisiere natürlich das koschere Essen.
00:26:03: Das hat mich aber auch sensibilisiert dass zum Beispiel andere Menschen Halal brauchen.
00:26:08: Dass es eben während Ramadan, dass da gefastet wird und man da eben anders drauf achtet.
00:26:14: Ich glaube wenn du in einem religiösen Verband bist Mitdenkst.
00:26:19: Genauso wie bei Special Olympics Deutschland, wo ich auch für Prävention zuständig war, hauptberuflich bevor ich zum DRK Sportverband gegangen bin.
00:26:29: Für mich ist eine völlig Gesetze Verständlichkeit es jetzt auch beim Akabi-Deutschland die einfache Sprache mitzudenken weil ich das bei Special Olympics Deutschland gelernt habe.
00:26:38: Ich war aber dort und habe dort.
00:26:40: deswegen hatte ich ja vorhin gesagt Es gibt eben die Menschen die eine geistige Beeinträchtigung haben und natürlich auch jüdisch sind.
00:26:46: Die habe ich dort kennengelernt und das denke ich jetzt anders mit.
00:26:49: Also, ich glaube wenn man im Sport unterwegs ist und ganz offen ist dann nimmt man wahnsinnig viel mit und kann es anderen Menschen leichter machen den Zugang zu Verein und Verbänden also einfach herzustellen und ich glaube dass ist was man lernt.
00:27:05: aber Ich weiß nicht ob das so typisch ist.
00:27:10: einfach offen sein müssen und die Zugänge einfach sein müssten überall hin für alle.
00:27:16: Das ist nicht immer einfach, das ist mir schon klar.
00:27:19: Und natürlich gibt es auch rein monitär die Möglichkeiten.
00:27:23: nicht immer viele Vereine Verbände sind ja auch ein ehrenamtlich aufgestellt.
00:27:27: aber da denke ich mir wenn wir uns alle besser vernetzen können wir uns auch unter.
00:27:32: also können wie uns auch besser helfen was sich einfach sagen will dass man schneller einfach mal einen Hörer in die Hand nimmt und sagt Ich habe hier einen jüdischen Athleten und jetzt ist der und der Feiertag, wie kann ich dem was Gutes tun?
00:27:46: Wie kann ich den einfach signalisieren.
00:27:48: Hey!
00:27:48: Ich weiß ihr habt jetzt Neujahr und alles Gute dazu.
00:27:52: Das ist glaube ich super einfach und das kann man glaube ich sehr einfach umsetzen wenn man sich mehr öffnet.
00:27:58: Thorsten, ich sehe schon du zuckst und willst gerne weiter dazu antworten.
00:28:03: Kerem vielen Dank.
00:28:04: für mich sind auch die Special Olympics auch so ein Feld wo ich sage Besonderer Glanz von Sport noch mal hat.
00:28:11: Also Athletinnen, die mit Handicaps das was machen und Nico Walle vorhin auch schönen Geschichten gefragt hast.
00:28:17: also eine der für mich berührendsten Momente war als ich bei den Special Olympics war haben wir auch ein Gottesdienst gemacht mit Athletinnen Und da waren junger Tennis Spieler Und er hat das Erste geworden und weil sein Gegenspieler so traurig war, dass er verloren hatte.
00:28:32: Da gesagt, komm hier, kriegst du die Medaille von mir?
00:28:35: Und wo ich dachte wow!
00:28:36: Also das finde ich... Das ist tatsächlich etwas von, wo ich sage, von sportlicher Größe, von Integration.
00:28:43: Und es meint ich damit, dass man sagt also wir sind manchmal mal leicht solche Werte zu sprechen.
00:28:49: Wir haben manchmal so ein Wertesprech auch bei uns aber es geht auf viel um Haltungsfragen, um Fragen von wo man sagt was einen tief im Inneren aus noch spüren andere Menschen und diese Wertschätzung.
00:29:02: Die Wertschätzungen gehen über den Platzwart der sich darum kümmert dass das Spielfeld einfach gut aussieht.
00:29:08: Die wertschätzung darüber dass wir Menschen in unterschiedlichen Leistungsklassen haben.
00:29:13: also wir kommen ja beim Sport nicht drum herum dass wir eine gewisse Klassifizierung machen, damit es eben ein fairer Wettkampf ist.
00:29:21: Aber Klassifikation so zu machen Menschen nicht einfach wirklich so ein Schubladendenken haben, aber einen fairen Wettkampf machen.
00:29:29: Und da ist es gut dass wir dafür so ein Bewusstsein schaffen für die Vielfalt von unterschiedlichen Handicaps, die jeder von uns mitmacht.
00:29:40: In meinem Alter mittlerweile würde ich auch sagen, habe ich meine eigenen Formen davon.
00:29:45: Und da brauchen wir immer nur ein gutes achten aufeinander und kehren dafür hast du schöne Beispiele gesagt einfach den anderen Menschen im Blick zu haben.
00:29:54: und das trägt glaube ich viel von der Idee des Sports in unserer Gesellschaft.
00:29:59: Spannend weil ich daraus höre dass sozusagen ein Sport mit Haltung wenn er angelegt ist in der Organisation auch dazu führt, dass man offener ist, sensibilisierter ist für Belange von anderen.
00:30:12: Das ist das was ich jetzt aus Karen und auch aus Thorstens Ausführungen mitgenommen habe.
00:30:17: und man könnte ja wenn man von außen drauf schaut also das ist jetzt ein Verband der schreibt sich auch eine Religion und einem Sport zu.
00:30:25: vielleicht ist es hier ein closed shop?
00:30:27: Vielleicht leben dir sozusagen ihre Werte nach außen Nur nach innen und nicht nach außen.
00:30:34: Und haben gar kein Verständnis für das, was um sie herum passiert.
00:30:38: Das wäre das Gegenteil, was ich gerade erfahren habe von euch beiden.
00:30:43: Ich erlebe es wirklich, dass wir, ob im jüdischen Bereich oder im christlichen Bereich auch auf muslimischer Seite ist, Religion ist zwar hochpersönlich aber hat immer etwas wurde sich für die Gemeinschaft einsetzt Christi gesprochen jetzt, bergpredigt, selbst der Erde lichter Welt zu sein.
00:30:59: Also sich nicht nur um den eigenen Bauchnabel zu kümmern, sondern sich für die Schöpfung zu engagieren, nicht nur für den Mitmenschen, sondern für alles Leben auf dieser Erde, Ehrfurcht vor allem leben zu haben und sich für Frieden Gerechtigkeit einzusetzen.
00:31:13: Das sind Werte, die wir aus unterschiedlichen Religionen heraus aber gemeinsam eintragen.
00:31:18: also deswegen braucht man eine Form von positionellen Pluralismus.
00:31:22: heißt das dann dass man aus meiner eigenen Haltung heraus aber zusammen für eine plurale, offene Gesellschaft einzutreten und das ist wichtig.
00:31:30: Es gibt in Religionen auch andere Kräfte – auch das muss man sagen genauso wie es im Sport auch Kräften gibt die auf einmal ein anderer Form von Sport leben.
00:31:41: ich finde schon bezeichnen wenn welche Sportarten etwa der amerikanische Präsident dann bevorzugt dass er sagt Ermugel beim Golf Und hat dann Mixed Martial Arts, wo man sagt also nicht gegen diese Sportel aber zu sagen das ist irgendwie so eine was drücke ich davon einfach noch mal aus wenn die Wettkämpfe für mich beim Weißen Haus inszenieren.
00:32:04: und da glaube ich brauchen wir etwas Differenzierung in der Religion.
00:32:09: Religionen können auch missbraucht werden.
00:32:12: Wir können auch aus sich heraus eine andere fundamentalisierende Tendenz haben.
00:32:16: In diesem brauchen wir aufgeklärte Religionen, wo Denken und Glauben ist christlich gesprochen, auch Zusammenbehörden für uns drin.
00:32:23: Und wir brauchen den Sport, die eben auch darauf achtet das Sport nicht als eine anderen Form von kriegerischer Auseinandersetzung führt sondern gerade zu einer Völkerbegegnung.
00:32:37: Das zum Beispiel ist ein Punkt bei sportlichem Großveranstaltung, die wir haben.
00:32:41: Ich freue mich auch sehr, dass wir uns jetzt bewerben, München sozusagen groß zu machen.
00:32:48: Hofft das es gelingt!
00:32:49: Wir hätten natürlich gerne als reinischer Preis, das hätte ich mir über Köln oder eine Ruhe auch sehr gefreut darüber... Da gönnen wir das München jetzt sehr.
00:32:56: Aber auch bei diesem Sportveranstaltung ist es mir zum Beispiel wichtig, dass wir da... also wie wir das machen?
00:33:01: Dass bei den olympischen Stühlen in Paris
00:33:04: z.B.,
00:33:05: ein Stadtbild gefördert werden sollte, bei dem Obdachlose herausgedrängt wurden.
00:33:10: Das finde ich zum Beispiel geht überhaupt gar nicht!
00:33:12: Also das muss doch gerade für Menschen egal welche Herkunft, welchen sozialen Status jemand hat etwas Attraktives sein dass wir auch bei so Sportveranstaltungen wirklich schauen, dass es von den Ticketpreisen wie jetzt bei der Fußball-Weltmeisterschaft zugänglich sein muss.
00:33:32: Dass nicht Menschen migrantischer Herkunft auf einmal an Sorge haben müssen, dass sie da irgendwie wie bei Eis dann sozusagen angegangen worden sind.
00:33:41: Das sind alles für Sachen dann im Sport ja unbedingt, aber es darf eben nicht zu so einem Greenwashing oder Sportswashing von Staaten führen.
00:33:49: Sondern gerade wenn wir uns als demokratisch Gesellschaft darum bewerben finde ich wichtig welche Formen von Sport wir brauchen.
00:33:57: also und was passt zu einer offenen Gesellschaft?
00:34:00: Und deswegen finde ich's gut dass wir uns auch um solche demokratische offene Gesellschaft um solche sportlichen Großereignisse bewerden und dann aber auch zu zeigen, dass es wirklich die Welt zu Gast bei Freunden, das wir diesen Slogan dann wirklich einlösen.
00:34:17: Ja ich kann direkt darauf super gerne eingehen weil ich bin liebe Sportgroßveranstaltungen und liebe einfach die Möglichkeiten, die sie mit sich bringen.
00:34:26: Und gerade auch wenn wir an die Special Olympic World Games zurückdenken, die in Berlin im Jahr-Zw.C.
00:34:32: in der Special Olympics rosaroten Bubble im positivsten Sinne, eine Athletin in den Disco vor dem Brandenburger Tor wo die Menschen einfach diese Begegnungen hatten und ich glaube das ist unheimlich viele Vorteile abgeschafft hat.
00:34:46: Und ich glaube dass das einfach nur die Kraft des Sportes mit sich bringt weil wie du selber sagst, Sport vereint man ist auf einmal wirklich nur noch dafür da und was die SportlerInnen einfach wirklich eint ist dieses Man trainiert, man hat ein Ziel Man sieht es vor sich und da ist natürlich auch Special Olympics Riesenvorbild im Sinne von.
00:35:10: dabei sein, ist alles.
00:35:12: Natürlich sind Sportlerinnen ehrgeizig und das ist auch richtig und gut so.
00:35:16: aber am Ende des Tages habe ich persönlich die Erfahrung gemacht dass man doch gemeinsam das auch abfeiert Wirklich aufgehoben werden von Menschen, wo man es vielleicht in dem Moment gar nicht erwartet hätte.
00:35:29: Und wie du selber gesagt hast dieses nimm meine Medaille das ist so großartig und das ist reinen Herzens!
00:35:35: Ich glaube aber dass das im Ursprung der Sport einfach schon mit sich bringt Und deswegen, ich sehe natürlich einen großen Bildungsauftrag auch geknüpft an die Olympischen Paralympischen Spiele jetzt in München.
00:35:48: Aber ich bin ganz überzeugt davon dass wir das miteinander und mit einem ganz starken Sport und starken Strukturen und da gibt es eben auch Nina Reib, die jetzt im Urlaub ist.
00:35:58: Die einfach so dafür kämpft und alles dafür tut dass Satzungen auch wehrhaft sind Und wir wirklich Demokratie- und Menschenrechte schützen.
00:36:06: Wir haben jetzt einen Weg aber wir haben auch die Zeit das wirklich super gut umzusetzen.
00:36:11: Deswegen sehe ich es sowohl aus meiner Makawi Deutschlandbrille als auch meiner mit dem Sportlerherz sage Ich einfach das schaffen wir das ist zu schaffen Dafür werden wir einfach jetzt alles tun und zwar gemeinsam
00:36:24: Also schon quasi die olympische Perspektive hier eingebracht.
00:36:27: Ich glaube, da gibt es noch ein paar Player in der Verteilung aber das ist natürlich tatsächlich für uns auch als Menschen, die sich für einen wertebasierten Sport einsetzen, glaube ich genau diese Chance, die du beschreibst können zu überlegen wenn Deutschland in der Zeit hundert Jahre nach NS die Olympischen Spiele kriegt.
00:36:49: was muss bedacht werden?
00:36:50: Was müssen wir An Sicherheiten auch bieten, welche Fragen müssen wir uns stellen?
00:36:56: Auch was das Thema Erinnerungskultur und Aufarbeitung angeht.
00:37:00: Und welche Chancen besteht aber eben auch darin, dass als demokratisierendes Element zu nutzen?
00:37:06: Ich
00:37:07: würde mich noch mal interessieren wenn wir jetzt auf das Thema Sport- und Gesellschaft schauen.
00:37:12: Ihr habt ja schon einige Punkte genannt die euch beunruhigen.
00:37:17: Ich würde schon noch gerne wissen, was da im Moment für euch die Punkte sind.
00:37:22: Die am meisten Beunrückung stiften und vielleicht auch mit euch überlegen wie können die Organisationen, die ihr vertretet Wie kann man dafür sorgen dass wir in einer offenen demokratischen Gesellschaft weiterhin leben können?
00:37:39: Und wie können wir Menschen darin stützen?
00:37:42: Hat jemand von euch den Impuls zu starten?
00:37:44: auf diese komplexe Frage?
00:37:47: Soll ich mal versuchen?
00:37:51: Also, ich glaube Haltung bedeutet nicht noch mehr Menschen anzusprechen die sowieso meiner Meinung sind.
00:37:57: Sondern gerade Sportvereine sind Orte an denen sehr unterschiedliche Menschen zusammenkommen und das ist eben super wertvoll!
00:38:06: Offenheit darf eben auch nicht mit Beliebigkeit verwechselt werden.
00:38:10: Menschenwürde, Gleichwertigkeit und der Schutz vor Diskriminierung sind für mich einfach nicht verhandelbar.
00:38:16: Ich kann also gleichzeitig sagen ich möchte mit dir im Gespräch bleiben und ich kann sagen wenn andere Menschen abgewertet ausgegrenzt oder angegriffen werden gibt es hier eine ganz klare Grenze.
00:38:29: Manchmal kann das anstrengend sein, aber Demokratie ist eben auch nicht immer bequem und eigentlich kann der Sport genau das ziemlich gut miteinander streiten.
00:38:39: Unterschiede aushalten, gemeinsame Regeln akzeptieren danach trotzdem wieder gemeinsam auf dem Platz
00:38:46: stehen.
00:38:47: Wie würdest du das beschreiben Torsten?
00:38:50: Das bewege dich gerade.
00:38:51: Keren hat das wunderschön formuliert, vielleicht auch um hier eine jüdische Stimme zu zitieren.
00:38:58: Martin Buber alles Leben ist Begegnung und ich glaube dass es was wir tatsächlich brauchen im Augenblick.
00:39:04: uns fällt es an vielen Stellen in der Gesellschaft immer schwerer miteinander zu reden und dafür kann sowohl Sport als auch der Glaube ein Ort sein wo ich sage wo wir gemeinsam sportlich miteinander auf dem Platz spielen können Und wo wir auch gemeinsam beten und singen können, und stille werden können.
00:39:23: Ich glaube das brauchen wir wieder.
00:39:24: Wir müssen heraus, wir sind keine Gesellschaft die sich spalten lassen will.
00:39:30: Wie du gesagt hast es gibt rote Linien.
00:39:33: Das muss man einfach sagen.
00:39:35: Gruppen bezogen.
00:39:35: der Menschenfeindlichkeit gehört das einfach auf.
00:39:38: Da muss man sagen da müssen wir klare Kante ziehen gegen Rassismus, gegen Antisemitismus.
00:39:46: Zum Gleich ist es wichtig dass wir aber immer den Menschen unterscheiden von dem was ein anderer Mensch sagt, wer auch tut und einander zu begegnen.
00:39:55: Und jetzt nicht immer.
00:39:56: wir reagieren im Augenblick in der Gesellschaft manchmal sehr parflosch sozusagen drauf aus so einem Reizreaktionsmuster.
00:40:03: Irgendjemand sagt etwas, da kommt der Triggerpunkt und ich weiß schon genau wie der andere ist.
00:40:08: Das mit anderen die Andere zu verstehen nachzufragen hinzuhören, dass wir zusterken voneinander.
00:40:15: Genau das kann etwas auch passieren im Sport und deswegen genau dieses Doppelte.
00:40:21: Wir brauchen auf der einen Seite ein klaren ethischen Kompass, wo wir sagen müssen, dass in einem Land eine dunkle Vergangenheit hat und wo wir was raus gelernt haben hoffentlich drin anders mit Extremismus und Menschenfeindlichkeit umgehen uns klar auch positionieren und auf der anderen Seite aber den Dialog miteinander, den Brückenbau immer wieder zu haben.
00:40:47: Und Kirin wie du es auch gesagt hast geht nicht darum dass ich jetzt immer nur die Menschen treffe, die jetzt meiner Meinung sind.
00:40:53: Das finde ich in solchen Wohlfühlbubbeln nicht man hier.
00:40:56: wir sind uns da schrecklich ein.
00:41:00: Wir müssen das Gespräch miteinander kommen und zwar nicht in Form von einer Talkshow, nicht von einer Inszenierung und auch genau da zu merken, wo sind Differenzpunkte von uns.
00:41:11: Also meine Kita-Erzieherin als ich ganz klein war hat auf ihrem Opel Ascona einen schönen Aufkleber gehabt.
00:41:20: Ich mag dich denn du bist anders.
00:41:22: Ich habe das immer sehr persönlich genommen.
00:41:24: Ich dachte wow!
00:41:25: Das geht mir persönlich.
00:41:26: Klar wurde es galt den anderen auch.
00:41:29: Aber ich finde das ist etwas... das ist eine Haltung.
00:41:33: Gott hat uns verschieben geschaffen um das anzunehmen als etwas, was bereichernd ist und zugleich aber auch den Mut zu haben in kritische Diskussionen miteinanderzukommen.
00:41:44: Dass ich sage, pass mal auf das sind Sachen wo ich Anfragen habe.
00:41:48: wie gehen wir also dass sich nicht verstehe?
00:41:50: Aber das werden wir nur machen leisten können wenn wir wirklich den mut haben Auch auf andere zuzugehen Und auch immer noch einmal zusammen uns ein immer mehr als uns voneinander trennen.
00:42:01: und auch das kann vielleicht mal als Einpunkt dazu für mich natürlich als Christ, und ich glaube das wäre auch bei dir Kerin auch die Gott-Ebenbildigkeit von jedem Menschen.
00:42:10: Das ist nicht nur auf einzelne Menschen bezogen sondern es gilt für alle Menschen Und immer in dem anderen mehr zu sehen als den Wähler von einer Partei oder den Vertreter von einer gewissen Meinung oder sonst was drinnen Sondern immer zu sehen da gibt's noch einen anderen Blick auf den anderen Mitmenschen sich dafür zu öffnen.
00:42:30: Auch noch mal ein wichtiger Aspekt und Thema Antidiskriminierung, den ihr auch beide ansprecht.
00:42:34: Also Menschen anzuerkennen dass Menschen vielfältig sind und den Impuls aufgrund einer Kategorie zuzuordnen eben auch zu widerstehen.
00:42:46: Wir haben denen natürlich alle verarbeiten ganz viele Informationen immer wieder.
00:42:51: gleichzeitig ist es glaube ich die Stärke, die ich jetzt hier raus höre und vielleicht der Glauben weil ich mitgibt zu erkennen, es gibt Menschen natürlich in ihrer Vielfältigkeit und wir müssen uns an der Stelle auch wenn wir die Reaktion hatten zumindest im Nachgang reflektieren und überlegen.
00:43:10: war das die richtige Reaktionen.
00:43:13: Okay sehr spannend!
00:43:14: Ich bin ja auch so ein bisschen... Wenn ich auf Gesellschaft schaue gerade auf junge Menschen bezogen habe ich das Gefühl dass diese multiplen Krisen die uns gerade umgeben auch zu einer gewissen Orientierungslosigkeit führen oder zumindest auf einer verstärkten Suche nach Orientierung, nach klaren Leitlinien, nach Identitätsangeboten.
00:43:37: Und da kam mir schon auch in den Sinn dass Religionen glauben und auch Sport da Angebote machen die für junge Menschen attraktiv sind.
00:43:47: würdet ihr das teilen?
00:43:49: Vielleicht Thorsten steigt mal ein siehst du da Chancen oder vielleicht auch Risiken oder hält sich das die Waage?
00:43:57: Ich glaube, dass für nicht nur für junge Menschen aber auch gerade auch für jungen Menschen das ein Thema ist.
00:44:03: Wer bin ich eigentlich?
00:44:04: Was gibt mir Hoffnung und Halt und Heimat?
00:44:07: Gerade diesen Dreiklang.
00:44:08: Ich glaube es brauchen tatsächlich eine junge Generation Hoffnungsperspektiven.
00:44:13: Wir muten im Augenblick einer jungen Generation einiges zu.
00:44:20: Corona-Zeit, eine junge Generation die damit groß geworden ist.
00:44:24: Was machen wir mit einer sozialen Gerechtigkeit auch zwischen den Generationen?
00:44:28: Und da finde ich wichtig dass wir Hoffnungsperspektiven haben.
00:44:34: Sport kann dafür eine Brücke sein weil wir auch damit eine Form der Resilienz auffördern Eine Haltung.
00:44:43: Ich lasse mich nicht von außen bestimmen Ich mache mein Training.
00:44:47: Ich stärke innere Abwehrkräfte und glaube, Religion unbedingt auch dabei zu wissen dass ich gehalten bin, dass es eine Perspektive gibt selbst über den Tod hinaus das ist eine allumfassende Liebe gibt Die Stärke ist als das Negative, was wir auch in der Welt erfahren.
00:45:10: Das ist etwas Wichtiges und ich glaube diese Hoffnungsperspektive, das ist wichtig.
00:45:15: Heimat spielt dafür eine ganz wichtige Rolle, dass auch ein Begriff, den man jetzt nicht irgendwelchen extremen überlassen sollte, sondern wirklich eine Beheimatung im Verein, in der Glaubensgemeinschaft zu haben – das ist ganz wichtig!
00:45:28: Menschen die mir gut und die mich stärken, wo ich eine Zugehörigkeit spiele... und auch Halt zu haben, dass ich sage ja im Augenblick die Nachrichten sind schon häufig eine ziemliche Herausforderung.
00:45:40: Die wir haben einen Blick etwa auf kriegerische Auseinandersetzung, die wir haben es sind auf einmal wird so viel in Frage gestellt und dafür braucht man schon eine Stärkung des äußeren und inneren Menschen und beides brauchen wir da drin.
00:45:55: Deswegen glaube ich, ist gegen Depression also für alle die auch einsam sind es einmal Sport was wichtig ist.
00:46:00: wenn es euch schlecht geht versucht Sport zu machen.
00:46:03: das ist zumindest eine Hilfe dieser.
00:46:04: Und dass sie sage Es gibt andere Menschen die da sind mit denen man sprechen kann.
00:46:09: und herzliche Einladung Ich glaube da bieten auf die Gemeinden
00:46:13: oder
00:46:14: wichtige Ansprechpartner Seelsorge zu haben.
00:46:16: Wir haben so viele Menschen die einsam sein.
00:46:18: zum Beispiel Wir haben eine Epidemie der Einsamkeit bei uns in der Gesellschaft Und das tut weder dem Einzelnen gut, noch uns als Gemeinschaft.
00:46:25: Wir haben eine Misstrauenskultur und da genau brauchen wir etwas was wir dagegen setzen, Gemeinsschaft, Vertrauensbildung ein miteinander zu stärken und dafür hoffen wir dass wir in den Gemeinden bei uns gute Anlaufstellen dafür sind und auch in den Sportverbänden.
00:46:44: Danke!
00:46:44: Den Begriff Hoffnungsperspektiven nehme ich mit, den finde
00:46:51: Ich glaube, die Suche nach Zugehörigkeit ist gerade unglaublich stark.
00:46:55: Die Fragen sind wo gehöre ich hin?
00:46:58: Wer sieht mich?
00:46:58: Wo werde ich ernst genommen?
00:47:00: Wo kann ich etwas bewirken?
00:47:01: und Religion kann darauf Antworten geben.
00:47:03: Sport kann darauf auf jeden Fall Antworten gehen und Communities können das auch.
00:47:08: Darin liegt eine riesige Chance aber eben auch eine riesen Verantwortung.
00:47:13: Denn überall dort, wo Menschen sehr stark nach Zugehörigkeit suchen können auch einfache Antworten attraktiv werden oder Gemeinschaften die sagen wir gehören zusammen weil die anderen nicht dazu gehören und deshalb finde ich es gerade bei jungen Menschen so extrem wichtig Identitätsangebote zu schaffen die stark sind und unbedingt trotzdem offen bleiben.
00:47:35: Und ich kann zum Beispiel stolz darauf sein, wer ich bin oder einem anderen Menschen abzusprechen.
00:47:41: Wer er oder sie sein darf.
00:47:44: und bezugnehmend auf den Sport muss sich sagen dass in vielen migrantischen Familien das Thema Ehrenamt leider gar kein Thema ist und die Zugänge null verstanden werden, weil das System nicht erklärt worden ist.
00:48:00: Und ich finde es total wichtig Ehrenamt- und Engagement wirklich zu übersetzen und zu erklären in dem was es ist nämlich eine Teilhabe in einer Struktur, die eine Gemeinschaft darstellt.
00:48:15: Ich selber habe auch Kinder und wir haben immer gesagt mal Einglück sind sie im Sportverein aber ich selber!
00:48:22: Ich aufgewachsen bin, für meine Familie war das total abstrakt.
00:48:26: Sportvereine kannten die gar nicht und ich selber habe zum Beispiel gar nicht verstanden.
00:48:30: Ich weiß es klingt jetzt total ja vielleicht nicht ganz verständlich aber es war wirklich so dass wenn ich Brennball gespielt hab im Sportunterricht.
00:48:39: Ich habe nicht verstanden dass sich diesen Spaß in einem Sportverein finden kann weil Sportvereinen klang für uns erstmal wie was großes etwas was organisiert ist, wo man den Zugang nicht so einfach bekommt.
00:48:51: Wo meine Eltern die beide volltiedig gearbeitet haben und wahnsinnig viel gemacht haben auch gar nicht die Zeit hätten mich irgendwo hinzufahren.
00:48:59: das war nicht so zugänglich!
00:49:01: Und ich glaube dass man das unbedingt nochmal erklären muss wie einfach es sein muss für jeden und für jede Sport zu machen und Ich glaube dass das eine ganz große Aufgabe auch ist von Kinder- und Jungensport.
00:49:16: Ja Also die Zugänglichkeit auch nochmal bedenken, zu überlegen wie öffnen wir unsere Räume für Menschen?
00:49:25: Die diese Räumen noch gar nicht verstehen.
00:49:27: Aber natürlich etwas einbringen können und natürlich uns auch stützen können.
00:49:32: Und ich denke das betrifft wahrscheinlich auch beide Institutionen, also einmal den Sport und den Sportverein.
00:49:38: Aber sicherlich auch die Kirchen, die auch viel tun um Menschen zugänglicher zu sein für Menschen und gleichzeitig aber vielleicht auch an manchen Stellen da noch nicht die richtige Sprache finden.
00:49:50: Würdest du das auch so sehen Thorsten?
00:49:53: Es gibt in der Kirche unwahrscheinlich ein großes breites Angebot.
00:49:57: Also ob ich sage von Jugendgruppen weil wir gerade das Thema Jugend besonders hatten dass man sagt so von auch nicht im Sportbereich mit Kören, mit Bildungseinrichtungen, mit Kitas, mit Schulen.
00:50:13: Also da gibt es schon sehr große Bandbreite.
00:50:17: dabei stauen häufig Leute über was wo Kirche überall engagiert ist und auch in der Diakonie.
00:50:23: Und natürlich ist es immer wieder eine Frage, wen erreichen wir nicht?
00:50:26: Kirin ich fand das von dir sehr auch persönlich geschildert.
00:50:29: Das kann ich total verstehen.
00:50:31: Wir nehmen manchmal diese Gläsernen-Hürden überhaupt gar nicht wahr.
00:50:36: Diese von Menschen sagen wir sind offen für alle aber genau sagt oh gehöre ich da eigentlich überhaupt noch zu?
00:50:43: darf ich einfach dran teilnehmen.
00:50:44: Wir haben bei uns in Deutschland ein riesengroßes Bildungsproblem dass das Elternhaus häufig entscheidet darüber welche Bildungschancen ich habe und dazu gehört diese soziale Teilhabe eben unbedingt immer mit dazu.
00:50:58: Und das ist eben etwas Wichtiges, was wir brauchen, dass Menschen unabhängig von ihrer Herkunft erfahren hey!
00:51:05: Ich kann mich hier entfalten, ich kann mich einbringen.
00:51:07: Ich habe das gute Recht hier zu sein ne?
00:51:10: Ich gehöre dazu und da anderen Menschen gutzumachen, das brauchen wir.
00:51:15: Deswegen sind gerade die Vernetzung in zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen so wichtig wie wir haben.
00:51:22: Weil ich sage, wir sind als Kirche über zwei Millionen Mitglieder die haben eine große Breite.
00:51:28: Die Menschen unterschiedlichste Herkünfte auch unterschiedlicher Politischer Positionierung da Zugänge zu schaffen.
00:51:37: und im Sport haben wir das auch potenziell.
00:51:40: Man merkt natürlich auch beim Sport erreicht man je nach Sportart auch unterschiedliche Personen.
00:51:45: auch das muss man sagen Sport erreicht welche Menschen.
00:51:52: Ich finde es wichtig, dass wir bei uns auch auf den breiten Sport vor allem noch mal schauen.
00:51:57: damit leisten wir gerade einen hohen Beitrag zur Gesellschaft.
00:52:01: Spitzensport und Breitensport brauchen sich immer auch gegenseitig.
00:52:05: das ist wichtig weil natürlich Spitzesport gerade so ein Rollenmodell bietet gerade für viele junge Menschen.
00:52:11: ich glaube Manchmal reden wir uns zu schwach an vielen Stellen und auch unsere Gesellschaft.
00:52:17: Unsere Gesellschaft lebt von Engagement, Teilhabe vom Gemeinschaft und das nennen ja Soziologen Sozialkapital.
00:52:27: Einmal die Fähigkeit anderen zu vertrauen und Gemeinsicht miteinander zu haben und die Bereitschaft zum Engagement.
00:52:35: Und beides kann man lernen wesentlich einmal in der Glaubensgemeinschaft, bei uns in der Kirche.
00:52:42: In jüdischen Gemeinden noch drin.
00:52:44: und was wir auf der anderen Seite auch erleben dass wir im Sportverein das eben auch erlebten, dass du sagst Achtung andere können sich auf dich verlassen!
00:52:52: Du kannst sie auf andere verlassen.
00:52:54: Und deswegen sind glaube ich sowohl Sportvereine als auch kirchengemeinden, jüdische Gemeinden Orte wo man so ein soziales Lernen hat für die Gesellschaft Engagier dich, bring dich ein.
00:53:09: Du kannst anderen vertrauen.
00:53:14: Absolut und dazu keine Spitze ohne Breite, das wissen wir ja.
00:53:18: Und also wir bei Markhabi Deutschland, wir vibrieren zum Beispiel Shabbat – es gibt ein sehr schönes Beispiel – von den Junior-Games.
00:53:28: Da hatten wir Shabbath gefeiert und wir hatten eine muslimische Fußballmannschaft da ganz großartig.
00:53:34: Die haben dann parallel Fastenberechen während Ramadan gemacht und dieses Bild war ganz großartig.
00:53:40: Und die ersten jüdischen Jugendlichen, die mir begegnen, ich finde es total cool, weil diese Begegnung ist ja so wichtig!
00:53:48: Weil man hat manchmal ein Feindbild von Menschen, die man in seinem ganzen Leben noch nicht gesehen hat oder gesprochen hat.
00:53:58: Ich kann das überhaupt nicht verstehen.
00:54:01: Dieser Hass ist so furchtbar, wenn der einfach mitgegeben und aufgedrückt wird – und den gilt es ja auch aufzubrechen!
00:54:07: Und ich glaube gerade durch verschiedenste Angebote die wir offerieren können wir das eben gut aufbrechen.
00:54:13: Genauso gibt es aber auch bei Makabi Deutschland durchaus Sportlerinnen, überhaupt nicht jüdisch sein, praktizieren und dann auch bei uns bestimmte Dinge zum ersten Mal zelebrieren.
00:54:25: Und das ist auch völlig in Ordnung weil genau das prägt ja unsere Gesellschaft dass wir so unterschiedlich sind.
00:54:32: Und ich glaube und was wir auch machen mit CVJM und DRK, dass wir einfach auch mal die Feiertage erklären.
00:54:38: Dass wir Kanuka klären und Weihnachten und dadurch auch Zugänge schaffen.
00:54:43: Ich glaube das ist einfach das Besondere, wo wir hier im Sport einfach sehr leicht die Zugänge formen können und die wir auf die Gesellschaft übertragen.
00:54:51: Denn das, was man im Sport erlebt, das nimmt man ja mit in die Schule und dann mit in Die Uni und später mit in den Berufsalltag.
00:54:58: Wenn man eben in Kindheit und Jugend bereits diese Begegnungen hatte, ob jetzt mit Menschen, mit geistiger Beeinträchtigung.
00:55:04: Mit Menschen anderen Glaubens?
00:55:05: Dann wird man so viel selbstverständlicher in seiner Zukunft damit umgehen und die Biografien einfach so miterleben und platzieren.
00:55:15: Und das ist glaube ich sehr besonders im
00:55:17: Sport.".
00:55:32: Menschen noch nicht so leicht den Weg zu uns und zu diesen Fründen, die da auch zu finden sind.
00:55:38: Ja... Ich würde jetzt, wenn wir zum Ende kommen, ich spreche ja mit zwei Menschen, die ganz viel Erfahrung mitbringen und die vielleicht aus ihrer Sozialisierung, aus ihrem Glauben auch sowas wie Weisheiten oder Sprüche oder kluge Zitate haben.
00:55:56: Am Ende unserer Folgen haben wir es oft so dass wir nochmal Keypoints zusammenfassen.
00:56:01: Ich würde das gerne euch beiden überlassen, vielleicht habt ihr etwas das sehr gut beschreibt was ihr gerne zum Thema Sport und Religion nochmal unseren Hörer in mitgeben
00:56:13: wollt.
00:56:14: Wer mag starten?
00:56:18: Ja, also erstmal an der Stelle.
00:56:20: voll schade dass wir am Ende sind.
00:56:22: Tausend Dank Thorsten.
00:56:23: lasst uns unbedingt weiter im Austausch bleiben.
00:56:26: Danke Nico fürs Hosten.
00:56:28: und ja ich habe was rausgesucht.
00:56:30: Ich hab überlegt was gut passen könnte und ich mag ein Gedanken von Rambam auch bekannt als Maimonides.
00:56:39: er war einen sehr bedeutender jüdischer Gelehrter und Philosoph Arzt im Mittelalter am zwölften Jahrhundert Und der sagte sinngemäß, dass wir gut auf unseren Körper achten sollen.
00:56:52: Weil Körper-, Geist- und Spiritualität zusammengehören!
00:56:56: Und genau da sehe ich eine schöne Verbindung zum Sport.
00:57:00: Bewegung bedeutet eben nicht nur Leistung oder Fitness sondern auch Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und gut mit sich umzugehen.
00:57:08: Ich finde das ist hochaktuell, Körper und Geist nicht getrennt voneinander zu betrachten, zusammengehört.
00:57:18: Vielen Dank, schöne Worte davon.
00:57:21: Natürlich mit unserer Bibel, sixty-six Bücher darin haufenweise gute Sätze die einem einfach auf insgesamt gut tun.
00:57:29: ein großer Schatz der einfach da ist.
00:57:31: Den Blick auf den Sport kann man natürlich, das nimmt vielleicht deinen Gedankenkehren auch noch mal auf.
00:57:35: Paul sagt einmal, dass der Körper ein Tempel des heiligen Geistes ist also eine Wertschütte und zwei Tätimote des Allens für sieben gibt es aber einen schönen Satz, den ich im Blick auf die Gesellschaft richtig finde Gott hat uns nicht gegeben, mein Geist der Furcht und der Kraft und der Liebe, und der Besonnenheit.
00:57:52: Und das ist glaube ich etwas was mir gut tut und auch uns als Gesellschaft glaube ich einen wichtigen Beitrag leisten kann.
00:57:59: in welchem Geist, in welchen Spirit machen wir eigentlich etwas?
00:58:03: Und sich nicht von der Angst, die man haben kann in dieser Welt.
00:58:07: Das ist normal und sich davon nicht leiten lassen sondern von einem anderen Geist und von dieser Kombination von Kraft Liebe und Besonnenheit finde ich ganz schön weil Kraft das hat was von Sport da liegt es Energie drin Liebe Bitte erst das, was uns Menschen zusammenführten.
00:58:22: Auch eine Besonnenheit einen Blick füreinander zu haben nochmal nachdenklich zu sein den zweiten Blick immer noch mal zu haben in anderen Menschen wahrzunehmen und ich habe davon zumindest hier bei uns im Austausch heute sehr viel mitnehmen können.
00:58:35: also von Kraft, Liebe und Besonnhalt.
00:58:37: und Niko dir und Kehr und vielen Dank für die schönen Austausche miteinander.
00:58:40: Danke danke ihr beiden!
00:58:41: Das waren noch einmal wundervolle Worte glaube ich zum Abschluss, die das unser Gespräch irgendwie ja auch nochmal zusammenfassen dass sich sehr kurzweilig und einfach sehr bereichernd fand.
00:58:53: Ich glaube, die fünf Stunden hätten wir auf jeden Fall locker vollmachen können Torsten.
00:58:57: Jetzt sind wir in diesem Format zu Ende aber ich würde mich sehr freuen wenn wir an anderer Stelle noch mal miteinander sprechen!
00:59:04: Ich sage vielen Dank und ciao bei Tauzing der Podcaste Politik und Sport.
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